Wie funktioniert der Empfang mit einer Satellitenschüssel?

Wer fernsehen möchte, der muss lediglich einen kleinen Knopf an der Fernbedienung drücken und schon zeigt der TV das gewünschte Bild. Doch wie kommt die Sportsendung, der Spielfilm oder die Nachrichtensendung eigentlich von der Kamera in den heimischen TV? Na klar, die Satellitenschüssel empfängt das vom Sender abgeschickte Signal. Allerdings sind einige weitere Schritte nötig, bis das Signal im TV ankommt. Welche das sind und wie die Satellitenschüssel funktioniert, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Signal wird gesendet

Bevor Sie Daten empfangen können haben, müssen diese natürlich zunächst ausgestrahlt, also abgesendet werden. Dafür schickt der Betreiber (Eutelsat, Astra) die Daten per Uplink zu einem Satelliten im All. Unter dem Uplink können Sie sich einen etwa drei bis fünf Meter großen Parabolspiegel vorstellen, der optisch an eine herkömmliche Satellitenschüssel erinnert.

Signalverstärkung durch den Transponder im All

Das vom Uplink ins All gesendete Signal wird nun vom Satellitentransponder aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen Verstärker im Weltraum. Innerhalb weniger Millisekunden verstärkt der Transponder das aufgenommene Signal und strahlt es in Form eines Downlinks zur Erde zurück.

Insgesamt können auf einem Satellitentransponder etwa zehn Sender untergebracht werden. Zurückzuführen ist das auf die Gesamtkapazität von 34 / 38 Mbit eines Transponders, während Sender je nach Art und Qualität zwischen drei und fünf Mbit benötigen:

-Sportsendungen: 3 Mbit
-Spielfilme: 5 Mbit

Das Signal wird von der Satellitenschüssel empfangen

Nachdem das Signal vom Transponder zurück zur Erde geschickt wurde, muss es natürlich empfangen werden. Hier kommt die Satellitenschüssel ins Spiel. Sie verfügt – ebenso wie der Uplink – über einen Parabolspiegel. Dabei handelt es sich um die leicht gekrümmte Scheibe, die an eine Schüssel erinnert – daher auch der Begriff „Satellitenschüssel“. Auf ihr können alle Signale, die parallel zur Symmetrieachse der Parabolantenne auftreffen, in einem Punkt (Brennpunkt) gebündelt werden. So ist der Satellitenempfang von Signalen auch über weite Distanzen fast ohne Verluste oder Einbußen in der Qualität möglich.

Wussten Sie schon?: Der Parabolspiegel wird nicht nur als Satellitenschüssel im Haushalt genutzt. Austronomen verwenden den Spiegel auch zur Beobachtung weit entfernter Sterne. Gleichzeitig wird der Parabolspiegel aber auch für die Nutzung der Sonnenenergie eingesetzt. Hier werden die Sonnenstrahlen – ähnlich wie der Satellitenempfang – in einem Punkt gebündelt, sodass eine starke Hitzequelle entsteht und Dinge entzündet werden können.

Verstärkung und Weitergabe des Signals an den Receiver

Wenn Sie eine Satellitenschüssel genauer betrachten, werden Sie feststellen, dass das Gerät nicht nur aus einer Schüssel besteht, sondern auch eine Art Arm aufweist. Dieser ist enorm wichtig, da an seinem Ende der sogenannte LNB montiert ist. Dieser nimmt jene Signale auf, die im Brennpunkt gebündelt werden und sendet sie über das Koax Kabel zum Receiver.

Wichtig: Das Koax Kabel sollte besonders hochwertig sein und über eine gute Abschirmung verfügen. Nur so kommt das Signal verlustfrei und in hoher Qualität beim Receiver an.

Das Signal wird in einen niedrigen Frequenzbereich umgewandelt

Ist das Signal über die Satellitenschüssel und den LNB beim Receiver angelangt, wird es dort umgewandelt. Das ist nötig, da die Signale im Hochfrequenzbereich (GHz) gesendet werden, das Endgerät (TV) dieses Signal jedoch nicht verarbeiten kann. Deshalb wandelt der Receiver die Signale auf einen niedrigen Frequenzbereich um. Nun kann das Signal über Scart oder UHF Kabel an das Endgerät übermittelt werden.

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