Mit einer Satellitenantenne zum perfekten Fernsehgenuss

In etwa 17 Prozent aller deutschen Haushalte wird eine Satellitenantenne zum Fernsehempfang genutzt. Die Gründe hierfür sind zahlreich, neben den geringen Kosten spielt auch die große Auswahl an empfangbaren Programmen eine entscheidende Rolle. Viele dieser Sender können davon natürlich auch in HD empfangen werden. Wenn auch Sie gerne auf eine Satellitenschüssel umsteigen möchten, dann erfahren Sie in diesem Ratgeber viele interessante und wissenswerte Dinge.

So wählen Sie den richtigen Platz der Satellitenantenne aus:

Wie bereits erwähnt, bietet eine Satellitenantenne seinem Nutzer viele Vorteile. Dem guten Empfang kann nur eine fehlerhafte Ausrichtung im Wege stehen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie vor dem Anbringen der Satellitenantenne den richtigen Ort auswählen. Hierfür müssen Sie vorab natürlich einige wichtige Dinge wissen und diese berücksichtigen. An oberster Stelle steht dabei die freie Sicht in die Windrichtung Süden. Häuser, Bäume und auch Sträucher können und werden den Satellitenempfang massiv stören. Als Faustformel können Sie davon ausgehen, dass das Hindernis nur halb so hoch sein darf, wie es von der Satellitenantenne entfernt ist. Also ein Haus, 

welches in 20 Meter Entfernung steht, darf dann nicht höher als 10 Meter sein, sollten Sie die Satellitenschüssel in Bodennähe anbringen. Am optimalsten wäre die Montage an der Hauswand. Zum einen ist für Sie das Anbringen dann wesentlich ungefährlicher als beispielsweise auf dem Dach und zum anderen können Sie die Satellitenantenne im Winter schnell von Schnee befreien. Allgemein gilt, dass die Schüssel auf die Halterung in senkrechter Position angebracht wird. Bei den meisten Modellen ist diese Position entsprechend dem ungefähren Neigungswinkel. Für die Ausrichtung der Satellitenantenne sind zwei Einstellwerte wichtig. Einmal der Neigungswinkel, auch Elevation genannt und die horizontale Drehrichtung, genannt auch Azimut.

Sein Sie sorgfältig bei dem Neigungswinkel der Satellitenantenne

Bei der Ausrichtung der Satellitenantenne müssen Sie sehr sorgfältig sein, denn schon eine Abweichung von nur wenigen Millimetern kann dafür sorgen, dass die Signale nicht empfangen werden. Bei dem Neigungswinkel gilt es zu beachten, dass dieser sowohl nach dem horizontalen als auch nach dem vertikalen Winkel eingestellt wird. Die Satelliten, welche für dafür verantwortlich sind, dass auf der Erde Fernsehprogramme empfangen werden können, befinden sich über dem Äquator in etwa einer Höhe von 37.000 km. Deren Position zur Erde verändert sich nicht, und auch wenn oftmals nur die Astrasatelliten bekannt sind, gibt es in der unmittelbaren Umgebung sehr viele weitere Satelliten, welche für den Empfang von unterschiedlichsten Programmen verantwortlich sind.

So finden Sie die richtige Position für Ihre Satellitenantenne

19,2 Grad Ost ist die exakte Position von den Satelliten. Richten Sie die Satellitenantenne als Erstes nach Süden aus und dann 19,2 Grad nach Osten. Bei dem Neigungswinkel spielt Ihr jeweiliger Wohnort eine tragende Rolle, deshalb müssen Sie den Breitengrad von Ihrem Wohnort ermitteln. Im Anschluss rechnen Sie 82 minus von dem ermittelten Breitengrad. Wenn also beispielsweise Ihr Wohnort auf dem 60. Breitengrad liegen würde, dann rechnen Sie 82-60 und stellen den Neigungswinkel auf 22 Grad ein.

Wenn Sie Probleme bei dem Satellitenempfang haben

Bei vielen Empfangsgeräten gibt es die Möglichkeit, dass man sich die Stärke des Signals anzeigen lassen kann. Daher ist es für Sie nicht zwingend notwendig, dass Sie den exakten Elevations- und Azimutwinkel errechnen. Wenn es sich um einen analogen Empfang handelt, dann ist der exakte Standort vom Satelliten leichter zu ermitteln. Das Rauschen im Bild wird nämlich immer weniger, umso besser Sie die Satellitenantenne ausgerichtet haben. Im Falle der heute schon gängigen digitalen Übertragung werden Sie feststellen, dass das Bild auf einmal schlagartig perfekt wird. Sollte die Ausrichtung nicht optimal sein, dann können Sie das daran erkennen, wenn das Bild z.B. stottert oder einfriert. Aber auch Aussetzer bei der Übertragung des Tones können ein eindeutiges Anzeichen dafür sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das LNB defekt oder das Koaxialkabel gebrochen ist.

Satellitenantennen und das Wetter

Ihre Satellitenschüssel ist über das gesamte Jahr hinweg den Elementen des Wetters ausgesetzt und das macht sich nach einer gewissen Zeit auch bemerkbar. So können die LNBs, aufgrund des Plastiks, spröde werden und es kann zum Eindringen von Wasser kommen. Zudem müssen Sie daran denken, dass es aufgrund von unterschiedlichem Wetter auch zu einer Störung des Empfangs kommen kann. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass der digitale Empfang kaum mit dem analogen Empfang verglichen werden kann. Empfangen Sie analog, dann können Sie schon oftmals bei Regen eine Verschlechterung des Bildes feststellen. Bei digitalem Empfang wirkt sich Regen in normalem Maße, in der Regel nicht mehr auf die Qualität des Bildes aus. Kommt es zu starkem Gewitter mit massivem Regen, insbesondere in Sichtrichtung von Ihrer Satellitenschüssel, besteht die Möglichkeit, dass der Empfang völlig abbricht. Im Vergleich zu analogen Empfang, wo das Bild nach und nach schlechter wird, passiert das bei digitalem Empfang meist schlagartig.

Die gängigen Satelliten für Deutschland

Damit in Deutschland eine große Vielfalt an Programmen via Satellitenantenne empfangen werden kann, stehen Ihnen die gängigen Satelliten Eutelsat und Astra zur Verfügung. Beide Satelliten haben einen unterschiedlichen Elevations- und Neigungswinkel. Aus diesem Grund wäre es für Sie sinnvoll, wenn Sie sich entweder für Eutelsat oder Astra entscheiden. Sollte das Signal entsprechend stark ausfallen, dann können Sie auch einen Zwischenwert von Eutelsat und Astra auswählen. Für deutschen Fernsehempfang senden auf 19,2 E die Astra Satelliten. Aber auch für die Übertragung nach Frankreich, Spanien und andere mitteleuropäische Länder, sind diese Satelliten zuständig. Bei Eutelsat, auch Hot Bird, werden nur rund 10 deutsche Fernsehprogramme übermittelt. Dieser Satellit eignet sich daher eher für den Empfang von Sendern aus Nordafrika, dem Mittleren und Nahen Osten.

Die Stärke des Empfangs liegt an der Größe Ihrer Satellitenschüssel

Wie gut, bzw. wie stark bei Ihnen der Empfang ist, liegt entscheidend an der Größe von Ihrer Satellitenschüssel. Umso größer der Spiegel Ihrer Satellitenantenne, umso stärker werden Sie auch Empfang haben. Wie bereits erwähnt, können Sie Ihre Satellitenschüssel entweder auf Eutelsat oder auf Astra oder eben auf beide ausrichten. Sie können auch mit einem besonderen Messgerät Ihre Satellitenantenne optimal ausrichten. Zudem gibt es den Satfinder, welcher Ihnen ebenfalls dabei helfen kann.

Analog oder Digital?

Gleich zu Beginn kann gesagt werden, dass das analoge Signal von Satellitenschüsseln im Prinzip Vergangenheit ist. Wenn Sie Ihre Fernsehprogramme digital empfangen möchten, dann benötigen Sie einen Tuner, der digitaltauglich ist. Haben Sie noch einen Röhrenfernseher, dann können Sie davon ausgehen, dass dieser Tuner fehlt. Dann müssen Sie ein separates Empfangsteil wie eine Set-Top-Box oder einen Receiver haben. Dieses Empfangsteil wird dann von Ihnen zwischen Ihrem Fernseher und dem Wandanschluss geschaltet. Ihre Fernsehprogramme können Sie dann nicht mehr normal mit Ihrer Fernbedienung Ihres Fernsehers auswählen, sondern nehmen die Auswahl über die Box oder den Receiver vor. Die neuen Flachbildfernseher haben in der Regel einen Digitaltuner integriert, welcher aber nicht zwingend für sämtliche Wege von Empfang ausgelegt ist. Beim Fernsehen über Satellit müssen Sie darauf achten, dass von dem Empfangsteil DVB-S2 unterstützt wird. Wer Fernsehprogramme via Antenne empfängt, benötigt einen DVB-T2-Receiver. Der Empfang von digitalem Fernsehen über Kabel macht einen DVB-C-Receiver notwendig.

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