Satellitenschüssel montieren und ausrichten: So geht’s!

Wer handwerklich etwas geschickt ist, für den ist es kein Problem eine Satellitenschüssel selber anzubringen. Wer handwerklich völlig ungeschickt ist, sollte lieber einen Fachmann zur Hilfe nehmen.

Vor der Montage einer Satellitenschüssel gilt es zunächst, sich Gedanken darüber zu machen, ob diese an der Hauswand oder beispielsweise an einem Balkon angebracht werden soll. Merke: Die gewünschte Stelle muss nicht immer die idealste sein. Die Satellitenschüssel sollte so ausgerichtet werden, dass sich ein perfekter Empfang ergibt. Ihre Montage muss also nach der Maxime erfolgen, dass der Empfänger eine möglichst freie Verbindung zum Satelliten hat. Dabei können schon kleine Zweige, Zäune oder Bäume sowie Mauern störend wirken.

Generell ist die Montage an der Hauswand empfehlenswerter als beispielsweise auf dem Dach. Die Gefahr, dass sich die Ausrichtung bei der Anbringung auf dem Dach durch äußere Faktoren wie Sturm oder Schnee verändert, ist größer als an der Hauswand. An der Hauswand sollte die Schüssel jedoch vor herabfallendem Schnee geschützt werden. Deshalb ist die Anbringung unter einem Dachvorsprung die beste Lösung, wobei dieser nicht so groß sein darf, dass er eine Kontaktunterbrechung zwischen Satellitenschüssel und Satellit hervorruft.

Die Grundausrichtung

Die eigentliche Ausrichtung zum Satelliten erfolgt nach der Montage. Wobei schon während der Montage darauf geachtet werden muss, dass die Satellitenschüssel nach Süden bzw. nach leicht Südost ausgerichtet wird. Für die Anbringung an der Wand wird zuerst ein Wandhalter mit Mauerdübeln und entsprechend dicken Schrauben angebracht. Dieser Wandhalter muss absolut fest sein, denn kleinste Veränderungen an der Position können nach der Montage zu Empfangsstörungen führen. Beim Wandhalter muss auf die richtige Armlänge geachtet werden. Diese richtet sich nach dem Winkel, im welchem die Satellitenschüssel an der Wand angebracht werden muss, um Empfang zu haben.

Jetzt wird die Satellitenschüssel auf die Wandhalterung gesteckt und leicht vorausgerichtet. Die Ausrichtung geht zunächst in Richtung Süden, dann geht man etwa 10 Grad Richtung Südosten. Eine ganz exakte Gradanzahl muss jeweils individuell ermittelt werden, da sie deutschlandweit um 4 Grad abweicht. Ist diese Ausrichtung erfolgt, hat man schon eine Ausgangsposition für eine Justage. Auch wenn diese Elevationseinstellung mit 32 Grad fast senkrecht steht, ist die Satellitenschüssel richtig ausgelegt. Fast alle heutigen SAT-Anlagen haben einen Offset-Spiegel, dadurch steht die Satellitenschüssel aufrechter, ist aber nicht so anfällig für liegengebliebenen Schnee.

Den passenden Satellit suchen

Jetzt geht es darum, den Satelliten zu suchen. Viele moderne Satellitenreceiver haben eine Empfangsanzeige eingebaut, damit man die Satellitenschüssel ganz einfach ausrichten kann. Alternativ kann auch ein sogenannter SAT-Finder eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein kleines Hilfsgerät, das die ideale Ausrichtung einer Satellitenantenne ermittelt und die entsprechenden Werte auf einem Display anzeigt. Der Vorteil gegenüber einem Satellitenreceiver mit Empfangsanzeige liegt auf der Hand: Es entfallen die ständigen Wege zwischen Receiver und Satellitenschüssel, um diese perfekt auszurichten.

Generell gilt: Je stärker das Signal ist, umso besser ist auch der Empfang. Wie bereits angedeutet, sollte also darauf geachtet werden, dass sich keine störenden Objekte unmittelbar vor der Satellitenschüssel befinden. Die Einstelldaten für die verschiedenen Satelliten werden entweder durch den Receiver bzw. den SAT-Finder direkt angezeigt, sie lassen sich jedoch auch ganz einfach im Internet recherchieren oder stehen in der Bedienungsanleitung der SAT-Anlage. Bei Astra wird die Satellitenschüssel beispielsweise auf 19,2° in südöstliche Richtung, bei Eutelsat auf 13° Ost eingestellt.

Sobald die bestmögliche Einstellung getätigt wurde, kann die Satellitenschüssel schließlich so fest wie möglich montiert werden. Auf dem Fernseher ist dann zu überprüfen, ob alle Signale bzw. Programme problemlos und in guter Qualität empfangen werden können.

Fazit: Die Installation und Ausrichtung einer SAT-Anlage ist kein Hexenwerk!

Mit etwas handwerklichem Geschick und der nötigen Geduld sollte es jedem gelingen, seine Satellitenschüssel selbst zu montieren und nach dem gewünschten Satelliten auszurichten.  Bedienen Sie sich dabei moderner Hilfsmittel wie etwa einem Satellitenfinder, welche die Einrichtung deutlich vereinfachen. Dieses praktische Gerät kostet nur wenige Euro, spart aber viel Zeit, Nerven und Stress!

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