Fernsehschüssel: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen!

Eine Satellitenschüssel hat für den Nutzer gegenüber dem Empfang des Kabelfernsehens einen entscheidenden Vorteil: Es können wesentlich mehr Programme empfangen werden. Alleine über den Astra-Satelliten sind es mehr als 1000 Sender aus allen Teilen der Erde. Auch das ist ein Vorzug, denn die Sender verbreiten ihre Programme global. So sind die Fernsehzuschauer nicht wie beim Kabelfernsehen auf regionale Anbieter angewiesen. Der Empfang von ausländischen Fernseh- und Radioprogrammen ist vor allem für Menschen interessant, die in anderen Ländern ihre Wurzeln haben.

Diese Technik ist erforderlich

Der Aufbau einer Satellitenanlage ist etwas komplexer als man es vom Kabelfernsehen gewohnt ist. Neben der Parabolantenne, auf die das Signal des Satelliten trifft, benötigt man auch einen rauschfreien Signalumsetzer (LNB). Der LNB ist direkt vor der Parabolantenne installiert. Er ist dazu da, die von der Antenne zurückgeworfenen Strahlen aufzufangen und so umzuwandeln, dass es der Receiver verarbeiten kann. Neben einem Fernseher sind also drei weitere Geräte erforderlich, damit das Signal empfangen und so verarbeitet werden kann, dass es auf dem Fernsehgerät erscheint. Die Geräte, die zur Satellitenanlage gehören, können Sie entweder als Paket kaufen oder sich selber zusammenstellen. Damit das Signal in einer guten Qualität vom LNB an den Receiver geleitet werden kann muss eine passende Verkabelung gewährleistet sein.

Das Fernsehsignal über das Kabelnetz zu empfangen, ist zwar einfacher, dafür aber auch teurer. Denn monatlich muss eine Gebühr für die technische Bereitstellung an den Netzbetreiber gezahlt werden. Diese Gebühr entfällt beim Satellitenempfang. Das gleicht die Investitionskosten für die Anlage langfristig wieder aus.

Die aufgeführten Komponenten sind die zwingend erforderliche Grundausstattung einer Satellitenanlage. Nach Bedarf kann das Setup um weitere Geräte erweitert werden. Sollen mehrere Fernseher das Signal erhalten, reicht ein sogenannter Single-LNB nicht mehr aus, denn er ann nur einen Receiver versorgen. Mit einem Twin-LNB, der über zwei Signal-Ausgänge verfügt, kann das Signal an zwei verschiedene Receiver aufgesplittert werden. Mit einem LNB ist es möglich, bis zu acht Geräte zu versorgen. Hierzu ist ein Octo-LNB erforderlich.

So kann Ihre Fernsehschüssel die Signale verschiedener Satelliten empfangen

Wenn Sie eine Programm empfangen möchten, das über einen anderen Satellitenbetreiber verbreitet wird, können Sie mit einer Satellitenschüssel auch mehrere Signale empfangen. Das ist beispielsweise dadurch möglich, dass sie ein wenig versetzt, einen zweiten LNB anbringen. Das setzt aber voraus, dass die Satellitensignale eng beieinander liegend auf die Antenne prallen. Denn eine einzelne Fernsehschüssel bietet nur wenig Raum, um den LNB so auszurichten, dass das Signal optimal auf ihn zurückgeworfen wird. Eine andere Möglichkeit um einen weiteren Satelliten zu empfangen ist, die Satellitenschüssel auf einem Drehmotor anzubringen. Ihn kann der Nutzer so kalibrieren, dass er auf Knopfdruck die Position einnimmt, in der das Signal des einen oder des anderen Satelliten bestmöglich empfangen werden kann. Ein Drehmotor ist zu empfehlen, wenn die Satelliten weit von einander entfernt sind. Die dritte und unpraktischste Lösung ist, eine weitere Fernsehschüssel inklusive passendem Signalumsetzer und Receiver zu installieren.

Häufig ist es mühsam, die Fernsehschüssel korrekt auszurichten. Denn während man sie dreht muss gleichzeitig das am Fernseher ankommende Signal beobachtet werden. Diese Arbeit erleichtert ein sogenannter Sat-Finder. Er wird direkt an die Anlage angeschlossen und gibt über ein Display und über akustische Zeichen wieder, welche Qualität das empfangene Signal hat.

Eine Fernsehschüssel mit allen erforderlichen Geräten einzurichten erfordert etwas Verständnis für die Technik. Doch es kann sich lohnen, denn es gibt zum einen eine große Vielzahl an Programmen. Außerdem erhält der Nutzer eine gewisse Mobilität. Eine Satellitenanlage kann bei einem Umzug mitgenommen und woanders aufgebaut werden, ohne dass dafür Verträge abgeschlossen werden müssen. Das ist bei anderen Arten, ein Fernsehsignal zu empfangen, mit größeren Hürden verbunden.

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